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Ökologischer Fußabdruck

Ökologischer Fußabdruck

Über den Ökologischen Fußabdruck

Jeder von uns verbraucht Rohstoffe und Energie, produziert Müll und Abgase. Man stellt sich vor, dass jeder Mensch einen sogenannten „ökologischen Fußabdruck“ auf der Erde hinterlässt. Diesen kann man sogar errechnen. Weißt du, wie groß dein Fußabdruck ist?

Lebensstile messbar machen

Die Idee für den Ökologischen Fußabdruck hatten die Wissenschaftler Mathis Wackernagel und William Rees in den 90er Jahren. Sie haben ein Buchhaltungssystem für die Umweltressourcen unserer Erde entwickelt.

Auf der Angebotsseite wird gemessen, welche Flächen der Planet hat: Wälder, Felder, Seen, Meere, Wüsten, Weiden, Steppen, Straßen und Städte. Dabei wird auch die unterschiedliche „biologische Produktivität“ der Erdoberfläche berücksichtigt. Das Ergebnis entspricht der Biokapazität der Erde.

Auf der Nachfrageseite wird berechnet wie viel Biokapazität die Menschen nutzen. Energiegewinnung, Bauland, Viehzucht: Jedes Wirtschaften beansprucht Fläche. Auch Abfälle und Abgase muss die Umwelt verarbeiten. Mit dem Ökologischen Fußabdruck kann man Angebot und Nachfrage vergleichen. Wie viel Natur haben wir? Wie viel brauchen wir? Und wer nutzt wie viel? Die Einheit in diesem Buchhaltungssystem ist die biologisch produktive Fläche – dargestellt in der Maßeinheit „globale Hektar“ (gha).

Leben auf Pump

Die längste Zeit in der Menschheitsgeschichte haben die Menschen nur einen Bruchteil der Naturressourcen genutzt, die unsere Erde schadlos zur Verfügung stellen konnte. Das änderte sich in den 80er Jahren. Seitdem verbraucht die Weltbevölkerung mehr Biokapazität als die Ökosysteme dauerhaft bereit stellen können. Wir leben bei der Natur auf Pump. Die pro Erdenbürger verfügbare Biokapazität beträgt derzeit 1,7 gha. Dabei ist die Biokapazität noch nicht berücksichtigt, die benötigt wird, um die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten. Der sinnvoll zu nutzende Fußabdruck liegt also eigentlich deutlich unter 1,7 gha. Der ökologische Fußabdruck beträgt im Weltdurchschnitt aber 2,8 gha. Wir nutzen so viel Natur als hätten wir 1,6 Planeten Erde. Diesen überhöhten Verbrauch kann man schon heute beobachten. So sind beispielsweise in vielen Meeren die Fischbestände fast ganz vernichtet und es gibt nichts mehr zu fangen. Während die Nachfrage steigt, nimmt das Angebot ab.Wir müssen also schnell lernen auf kleinerem Fuße zu leben.

Verschieden große Fußabdrücke

Jeder Mensch hinterlässt eine unterschiedlich große Fußspur. Und es gibt deutliche Unterschiede zwischen den Ländern. In Deutschland ist der durchschnittliche Naturverbrauch pro Kopf 4,9 gha. In Bangladesch sind es nur 0,8 gha, in Äthiopien 1,1 gha und in Nicaragua 1,7 gha. Wie groß Dein Fußabdruck ist, kannst Du mit dem Fußabdrucktest (Einsteiger) abschätzen. Fortgeschrittene können ihren Fußabdruck hier bestimmen lassen: http://www.footprintcalculator.org/

Quelle: Giljum, Sustainable Europe Research Institute (SERI) 2007

In Deutschland wird über ein Drittel des durchschnittlichen Fußabdrucks für Ernährung benötigt. Davon stehen rund 80 Prozent für tierische Lebensmittel. Im Bereich Wohnen ist der größte Anteil die Heizenergie. Im Mobilitätsbereich sind eine Mäßigung der Mobilitätsansprüche und eine Bevorzugung klimaschonender Verkehrsmittel die Hauptansatzpunkte. Beim Konsum bieten Modelle des Teilens und langlebige, umweltverträgliche Produkte die Möglichkeit den Fußabdruck zu verkleinern.

Verkleinere deinen ökologischen Fußabdruck!

  1. Stell deine technischen Geräte nicht auf Standby (Wartezustand), sondern mach sie richtig aus oder zieh den Stecker.
  2. Mach das Licht aus, wenn du dein Zimmer verlässt.
  3. Trenne deinen Müll: Plastik in die Gelbe Tonne, Papier in die Blaue Tonne, Glas in den Glascontainer.
  4. Kauf öfter Second-Hand-Klamotten. Damit schonst du die Umwelt und sparst auch noch Geld.
  5. Benutze für kurze Wege das Fahrrad, für längeren Fahrten möglichst die Bahn.
  6. Benutze Recyclingpapier und nutze auch die Rückseiten zum Schreiben oder Malen.
  7. Kauf mehr frische Lebensmittel und iss mehr Gemüse. Achte außerdem darauf, dass die Nahrungmittel möglichst aus deiner Region kommen.
  8. Verwende Energiesparlampen! Sie verbrauchen 30 bis 80 Prozent weniger Strom als normale Glühlampen.