Sinnesorgane

Mai 9th, 2008

Um als erfolgreicher Jäger zu überleben braucht es eine Vielzahl empfindlicher und genau arbeitender Sinne. Haie haben insgesamt 7 hochentwickelte Sinne, die ausgezeichnet aufeinander abgestimmt sind:

1. Sehen mit einem Hochleistungsauge:
Wie man weiss, ist sehen unter Wasser nur begrenzt und im Nahbreich von 0m bis max. 50m möglich. Hinzukommt der Verlust der Farben, je tiefer man sich befindet. Doch ob Jäger oder Gejagder, wer bei diesen Verhältnissen besser sieht, ist klar im Vorteil. Ganz besonders in der Dämmerung und Nachts können Haie besser sehen als viele andere Tiere unter Wasser. Sie haben eine extra Reflektionsschicht hinter den Pupillen, die geringe Mengen an Licht absorbiert und verstäkt. Damit sehen Haie im dunklen besser als so manches nachtaktives Landtier.

2. Der hochempfindliche Geruchssinn:
Die Nase von Haien kann bestimmt, für Haie interessante, Gerüche bis zu 10000 mal besser wahrnehmen als die von Menschen. Dadurch ist es für Haie möglich, potenzielle Beute auf mehrere hundert Meter zu orten.

3. Der feine Geschmack:
Haie sind keine Allesfresser. Dies zeigt auch wie gut der Geschmack der Tiere ist, denn der entscheidet was gefressen wird und was nicht. Unbekannte Objekte, auch Menschen, werden oft erst einmal angebissen und auf den Geschmack getestet, bevor alles gefressen wird.

4. Das 100Hz Gehör:
Unter Wasser ist es nicht einfach zu hören, das kennt jeder einmal versucht hat unter Wasser die Richtung eines Geräuches zu lokalisieren. Das liegt unter anderem daran das sich der Schall viel schneller bewegt als über dem Wasser. Haie haben im Laufe der Evolution ein Gehör entwickelt, welches vorallem auf niederfrequente, pulsierende Schwingungen um 100 Hz reagiert. Genau diese Schwingungen werden von krankeln bzw. verletzten Tieren ausgesand, so dass Haie diese auf mehrere hundert Meter genau orten können.

5. Der empfindliche Tastsinn:
Die Haut der Haie enthält hochempfindliche Temperatur- und Drucksensoren. Bei einigen Haien ist diese Sensorik so empfindlich, dass sie sogar auf Bewegungen der Haut von 0,02mm reagiert. Der Hai kann damit Temperatur, Wassertiefe, Strömungen im Wasser und Berührungen wahrnehmen.

6. Die faszinierenden Elektrosendoren:
Jedes Lebewesen, egal wie groß oder klein, produziert schon bei den geringsten Bewegungen elektrische Felder, die der Hai mit Hilfe seiner Lorenzinischen Ampullen wahrnehmen kann. Haie besitzen im Maul- und Schnauzenbereich hunderte dieser sensiblen Ampullen. Jedoch funktioniert die Ortung der elektrischen Felder nur auf wenigen Zentimetern, da die Felder der Beutetiere nur sehr schwach sind.

7. Das legendäre Seitenlinienorgan:
Von der Schwanzspitze bis zum Kopf verläuft das Seitenlinienorgan. Es handelt sich um einen mit einer gallertartigen Flüssigkeit gefüllten schmalen Kanal, der sich auf beiden Seiten der Haie befindet. Die Sinneszellen des Seitenlinienorgans reagieren auf Druckunterschiede – sie nehmen diese über niederfrequente Schwingungen im Wasser wahr (Erschütterungen, Bewegungen, Geräusche). Potenzielle Beute kann somit auf kurzen bis mittleren Strecken problemlos geortet werden.

Kategorie: Allgemein | Keine Kommentare »

Kommentare sind geschlossen.