Heringshai (Lamna nasus)

Heringshai ©Andy Murch / Elasmodiver.com

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Systhematik: Diese Haiart zählt zu der Familie Lamnidae, welche zu der Ordnung der Lamniformes (Makrelenhai) gehört.

Lebensraum: Diese Art hat eine ozeanodrome Lebensweise und unternimmt teils lange Wanderungen entlang der Kontinentalhänge. Sie ist in den gemäßigten Breiten der Südhalbkugel sowie des Atlantiks anzutreffen bei Temperaturen zwischen 2 bis 18°C. Die Tiere bevorzugen das Pelagial und kommen vorwiegend in der Tiefsee oder über dem Kontinentalsockel vor.

Biologie: Heringshaie sind schnelle, aktive Schwimmer die in der Regel als Einzelgänger oder in großen Gruppen auftreten. Sie erbeuten kleinere Haiarten, Tintenfische und diverse Fischarten wie z.B. Kabeljau. Wie bei vielen Haiarten werden die Weibchen größer als die Männchen. Die maximale Größe liegt bei 3,50m und 230kg. Das höchst Alter bei ca. 30 Jahren. Sie sind aplazental vivipar, d.h. die Jungtiere ernähren sich im Mutterleib von einem Dottersack.

Ernährung: Der Heringshai ernährt sich opportunistisch. Zu einem großen Teil stehen Knochenfische (Osteichthyes) auf der Speisekarte. Hier sind je nach Vorkommen und Jahreszeit beispielsweise Heringe (Clupeidae), Dorsche (Gadidae), Lanzenfische (Kraemeriidae), Seehechte (Merlucciidae), Makrelenhechte (Scomberesocidae) und Makrelenartige (Scombridae) zu nennen. Zu einem kleinen Teil werden auch Kopffüßer (Cephalopoda) wie Kalmare (Teuthida) gefressen.

Besonderheiten: Sehr nahe verwandt mit dem großen Weissen Hai. Wird daher auch in heimischen Gewässern bei Sichtungen verwechselt.

Wirtschaftliche Bedeutung: Die Art ist bei Anglern beliebt und auch wirtschaftlich intensiv genutzt. Neben dem Fleisch werden die Tiere zur Produktion von Fischöl und -mehl verwendet und die Flossen sind auf dem asiatischen Markt für Haifischflossensuppe beliebt.

IUCN-Status: gefährdet

Heringshai ©Andy Murch / Elasmodiver.com

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