Am 16. Februar 2010 haben mehr als 100 Länder der vereinten Nationen einen Vertrag (“MoU”) unterzeichnet, um eine wegweisende Übereinkunft zum Artenschutz der Haie zu treffen.
Die 113 Länder der UNEP sind sich darüber im Klaren, die Jagd, Fischerei und absichtliche Tötung von Haien die im CMS (Convention on the Conservation of Migratory Species of Wild Animals) stehen – Der Weiße Hai, Riesen-, Wal-, Herings-, Dorn-, Kurzflossen und Langfloseen-Makohai – zu unterbinden.
“CMS, das erste weltweite Instrument auf kommerziell genutzte Arten, ist ein entscheidender Schritt nach vorne im internationalen Haischutz”, sagte UNEP / CMS Exekutivsekretärin Elizabeth Mrema.
“Wildlife Konventionen, UN-Agenturen und internationale Fischereiabkommen müssen zusammenarbeiten, um diese Kreaturen, die die Ozeane der Welt durchstreifen vor dem Aussterben zu schützen”, fügte Frau Mrema hinzu.
Die CMS Vereinbarung, die auf einer Zusammenkunft von Vertretern der Regierungen auf den Philippinen beschlossen worden ist, erstrebt ein langzeitliches Überleben der Populationen von wandernden Haien wiederherzustellen, und soll auch eine stärkere Durchsetzung von existierenden Gesetzen gegen illegale Fischerei und Handel fördern.
Die UNEP stellte fest, dass Überfischung, Beifang, illegaler Handel mit Haiprodukten, Zerstörung von Lebensräumen, Abbau von Beutetieren, Umweltverschmutzung und der Klimawandels die Umwelt der Haie ernsthaft bedrohen.
Nach Angaben der UN-Ernährungs-und Landwirtschaftsorganisation (FAO), wurde in letzten beiden Jahrzehnten jedes Jahr bis zu 900.000 Tonnen Haie gefangen und mit der Berechnung für die illegale, nicht gemeldete, unregulierte Fischerei und fehlenden Daten wird die tatsächliche Fangmenge auf mindestens doppelt so hoch geschätzt.
Studien zeigen, dass Hai-Populationen innerhalb von 15 Jahren im Golf von Mexiko und im Mittelmeer um 90 Prozent einbrachen und 75 Prozent im nordwestlichen Atlantik, sagte eine Sprecherin der UNEP.
Kommentar von Stop-Finning: Die UN kann nun sagen etwas für den Haischutz zu tun, aber es ist noch ein weiter weg, bevor die UN einzelne Staaten mit juristischen Maßnahmen zur Rechenschaft ziehen kann. Da es sich bei einem diplomatischem “Memorandum of Understanding” (“MoU”) lediglich um Vereinbarungen auf Regierungseben handelt und ein finaler abzuschließender Vertrag noch aussteht, bleibt es abzuwarten wie einzelne Staaten nach der (noch ausstehenden) EU Umsetzungfrist handeln und die EU darauf reagiert.
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