Globaler Haischutz

Dezember 30th, 2009

World Wilderness Congress beschließt Resolutionen

Grauer Riffhai

Hoffnungsschimmer für Haie: Auf dem diesjährigen World Wilderness Congress Mitte November in Mexiko (www.wild.org) verabschiedeten Vertreter aus Politik und Wissenschaft aus 70 Ländern zwei Resolutionen zum Schutz der Knorpelfische. Die beiden vom deutschen Verein “Rette den Hai e. V.” eingebrachten Resolutionen enthalten neben einem generellen Fangverbot auch den Aufruf zu einem weltweiten Finningverbot von Haien. “Finning” bezeichnet das Abschlagen der Flossen von meist noch lebenden Tieren. Der Hai-Körper wird danach zurück ins Meer geworfen und lediglich die Flossen weiterverarbeitet.

Haie als Klimaschützer
“Haie sind für das weltweite Klima genauso wertvoll wie Strom sparen und groß angelegte Aufforstungsprojekte”, begründet Dr. Folkart Schweizer, Vereinsgründer und -Vorsitzender von Rette den Hai e. V. die Resolution für ein weltweites Fangverbot für Haie. “Intakte Ozeane nehmen beträchtliche Mengen des Treibhausgases CO2 auf, mehr als die Regenwälder. An dieser Leistung haben Haie einen maßgebenden Einfluss. Sie stehen am Ende der maritimen Nahrungskette und sind enorm wichtig für die Aufrechterhaltung des ökologischen Gleichgewichts im Meer. Verschwinden die Haie aus den Ozeanen, nimmt das Ökosystem einen irreparablen Schaden und die Weltmeere büßen ihr Klimaschutzpotenzial ein”, so Schweizer weiter.

Haie als Milliardengeschäft
Ein ganzer Industriezweig lebt vom Fang der Haifische, die zu den ältesten noch lebenden Tierarten gehören. Pro Sekunde werden drei Haie getötet, mehr als 150 Millionen pro Jahr, die meisten lediglich wegen ihrer Flossen. Die Nachfrage an Haiflossen steigt jährlich – besonders in China. Waren Haifischflossensuppe und andere vermeintlich gesundheitsfördernde Hai-Delikatessen in der Vergangenheit einer kleinen Oberschicht vorbehalten, gelten Sie heute für immer mehr Menschen als Statussymbol. Doch der Verzehr ist alles andere als gesund: Das Fleisch vieler Arten ist mit hohen Mengen an Methylquecksilber belastet, einem sehr wirksamen Nervengift.

Durch ihre späte Geschlechtsreife und die geringe Fortpflanzungsrate können die Tiere die enormen Verluste nicht ausgeleichen und ganze Haibestände verschwinden. In den letzten 50 Jahren sind die Bestände von Walhai, Tigerhai und dem auch in der Nordsee lebenden Dornhai um bis zu 80 Prozent zurückgegangen. Die Hälfte aller Hai-Arten ist bereits vom Aussterben bedroht.
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Petition gegen das Finning Spaniens

Dezember 21st, 2009

100 Millionen Haie sterben jährlich einen qualvollen Tod: Sie ersticken in Fischernetzen oder an Langleinen. Oder ihnen werden, oft bei lebendigem Leib, die begehrten Flossen abgetrennt (”Finning”). Die hilflosen Tiere werden über Bord geworfen. Spanien ist einer der wichtigsten Lieferanten für Haiflossen nach Südostasien und wehrt sich gegen einen strengen Schutz der Tiere. OceanCare als Mitglied der Shark Alliance will Spaniens Blockadehaltung stoppen.

Unterzeichnen auch Sie online die Petition gegen Spaniens grausames “Finning” und bitten Sie Ihre Freunde, Familie, Nachbarn und Kollegen dies auch zu tun. Jede Stimme zählt!

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Interessante Seite für Haifreunde …

Dezember 20th, 2009

… und Reisefans.

Schöne Bilder und Berichte zum Thema Reisen und Haie können hier begutachtet werden:

http://shark-dives.blogspot.com/

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Haiflossen aus Schweinegelatine

Dezember 19th, 2009

Die Flossen von Haifischen gelten bei chinesischen Festlichkeiten als ultimativer Leckerbissen. Einige Arten der Meeresbewohner sind wegen dieser Vorliebe bereits vom Aussterben bedroht. Mit Haifischflossen aus Schweinegelatine rechnet sich der japanische Nahrungsmittelhersteller Nikko Yuba Seizo jetzt gute Chancen auf dem chinesischen Markt aus. “Die Preise für die echten Flossen sind in den vergangenen Jahren wegen der rückläufigen Fördermengen konstant gestiegen, deshalb haben wir uns entschlossen, eine künstliche Haifischflosse zu entwickeln”, sagt der Firmenverantwortliche Tadashi Kozuka. Als die Japaner ihre Glibberflossen auf einer Handelsmesse in China vorstellten, bildeten sich lange Schlangen am Stand. Da die künstlichen Flossen nur rund ein Zehntel des natürlichen Produkts kosten, könnten sich auch weniger betuchte Chinesen den Festschmaus leisten. In den Augen von Tierschützern wäre die Umorientierung ein Segen: Sie haben schon häufig vergebens dagegen protestiert, dass Fischer den gefangenen Haien die Flossen abschneiden und die Tiere anschließend wieder zurück ins Wasser werfen.

Quelle: Der Spiegel

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Streicheleinheiten für Tigerhai

Dezember 18th, 2009

Stellen Sie sich vor, Sie stehen auf dem riesigen Kadaver eines Wals, aus dem mehrere Tigerhaie Fleischfetzen reissen. Was tun Sie da? Richtig: Sie streicheln die Haie.

Jedenfalls ist es genau das, was Leon Deschamps einfiel. Der australische Tierschützer war mit einem Team von Wissenschaftlern rund 850 Kilometer nördlich von Perth auf die Haie gestossen, die dabei waren, einen Wal-Kadaver aufzufressen.
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Ein Gentest verrät mehr

Dezember 18th, 2009

Die Flossen vieler bedrohter Haibestände enden in den Suppenküchen Asiens. Nun enthüllt ein Gentest die geografische Herkunft einiger der abgetrennten Flossen. Dabei zeigt sich, dass viele von bedrohten Populationen aus Tausenden Kilometern Entfernung stammen. Das berichtet das Team um Demian Chapman von der Stony Brook University in New York, das mit mehreren Schutzorganisationen zusammenarbeitet. Die Studie sollte unter anderem zeigen, wo Fischer besser kontrolliert werden müssen, teilten die Forscher im Journal “Endangered Species Research” mit.(dpa)

Quelle: Hamburger Abendblatt

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Chinesische Delikatesse kommt aus allen Weltmeeren

Dezember 7th, 2009

Wissenschaft.de berichetet über den Haiflossenhandel

www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/308656.html

Chinesische Delikatesse kommt aus allen Weltmeeren

DNA-Analyse zeigt: Im Westatlantik werden bedrohte Haiarten gejagt

Auf dem chinesischen Markt als Delikatesse gehandelte Haifischflossen stammen von Haien aus allen Ozeanen der Erde – auch aus Regionen, in denen bestimmte Haiarten unter Schutz stehen. Das haben Forscher herausgefunden, als sie die DNA von Haifischflossen analysierten, die auf dem Markt in Hongkong angeboten wurden. Die Analysen an den Bogenstirn-Hammerhaien verglichen sie mit denen frei lebender Tiere und konnten so die ursprüngliche Herkunft der Tiere zurückverfolgen. Etwa 21 Prozent der angebotenen Haifischflossen stammten aus dem Westatlantik, obwohl diese Tierart dort als bedroht gilt und unter besonderem Schutz steht.

Um den Handel mit Haien und ihren Flossen gezielt bekämpfen zu können, muss zunächst die Herkunft der Tiere bekannt sein. Die Wissenschaftler beschränkten sich in ihren Untersuchungen auf Bogenstirn-Hammerhaie (Sphyrna lewini), denn diese wandern nicht viel und halten sich in festen Gebieten auf: Die weiblichen Tiere kehrten an ihren eigenen Geburtsort zurück, um ihren Nachwuchs zur Welt zu bringen. Später bleiben die Tiere im Westen des Atlantiks und verteilen sich auf die Küste vor den USA und Mexiko, die Küste vor Panama und Belize sowie in die Region vor der Küste Brasiliens.

Für die weitere Untersuchung nutzten die Wissenschaftler ein Analyseverfahren, das Rückschlüsse auf die Herkunft der Tiere zulässt. Die Forscher nahmen hierzu fingernagelgroße Proben von 177 lebenden Bogenstirn-Hammerhaien aus dem Westatlantik. Zusätzlich analysierten die Wissenschaftler DNA-Proben von 62 Flossen dieser Tierart, die auf dem Hongkonger Markt angeboten worden waren, und konnten bei 57 Flossen feststellen, aus welchen Regionen diese stammten: Die Tiere wurden demnach in allen Ozeanen der Erde gefangen. Etwa jede fünfte der Hammerhai-Flossen hatte ihren Ursprung jedoch im Westatlantik – einer Region, in der die Tiere von der Weltnaturschutzunion als “gefährdet” eingestuft sind und daher Schutz genießen müssten.

Die Arbeit zeige, dass der Handel mit Haifischflossen global verfolgt und bekämpft werden müsse, fordert Chapman. Schätzungseise werden jährlich 73 Millionen Haie getötet, um die Flossen auf dem chinesischen Markt anzubieten. Ein bis drei Millionen dieser Flossen sollen von Hammerhaien stammen. “Unzureichender Schutz im Zusammenhang mit der erbarmungslosen Jagd haben dazu geführt, dass viele Haifischarten vom Aussterben bedroht sind”, kommentiert Co-Autorin Ellen Pikitch die Situation.

Demian Chapman (Nova Southeastern University, Fort Lauderdale) et al.: Endangered Species Research

Quelle: deepwave-blog.de

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Interview mit Steffen Heyn

Dezember 4th, 2009

“Die Brustflossen berührten die Gitterstäbe”
Begegnung mit dem Herrscher der Meere: Abtauchen zum Weißen Hai

Zum Interview

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Haischutzaktion in Peking und Shanghai

Dezember 3rd, 2009

Wenn die chinesische Bevölkerung ihren Basektballstar Yao Ming auf einem Plakat sehen, werden sie mitunter gleich über den erforderlichen Schutz von Haien informiert. Dahinter steckt eine Aktion von Shark Savers und Wild Aid.

Copyright Sharksavers

Die Artenschutzorganisationen Shark Savers und Wild Aid haben gemeinsam ein Projekt ins Leben gerufen, bei dem es gelingt, die chinesische Öffentlichkeit auf das große Problem des Konsums von Haifischflossensuppe aufmerksam zu machen: Plakate – aber nicht irgendwelche. Für 100 US-Dollar kann jeder Interessierte ein Plakat mit Basketball-Megastar Yao Ming und dem Aufruf “Sag nein zur Haifischflossensuppe” in Beijing oder Shanghai für ein Jahr sponsern.
Start der Aktion war am 17. November in den USA und bereits jetzt sind die Organisatoren vom Erfolg begeistert! 
Seit Kurzem gibt es nun auch eine deutschsprachige Seite zu dieser Aktion im Internet. Wer die Aktion genauer kennenlernen oder ein Plakat kaufen möchte, klickt auf Sharksavers.org.

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Südsee: Haie werden geschützt

Dezember 2nd, 2009

Polynesien

Mehr als 80 Hai-Arten sind nun in weiten Teilen der Südsee geschützt. Voran ging ein gemeinsamer Beschluss von Regierungsvertretern verschiedener Inselstaaten, den auch die Fischerei-Organisation des Südpazifiks und Umweltschützer in Apia, der Hauptstadt von Samoa, unterschrieben. Mit dem neuen Programm sollen nicht nur von Ausrottung bedrohte Hai-Spezies erhalten werden. Den Polynesiern geht es auch um die Pflege ihrer Mythen und Legenden, in denen der Hai stets eine wichtige Rolle spielte.

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