Appetit auf Hai
Januar 31st, 2010
Der Verzehr von Schillerlocke und Co. lässt Meeresräuber aussterben
Im Vorfeld zur 15. Konferenz zum Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) vom 13. bis 25. März in Doha/Katar fordert der NABU strenge Schutzmaßnahmen für durch Überfischung bedrohte Haiarten wie Dorn-, Herings- und Hammerhaie sowie den atlantischen Blauflossenthun (Roter Thun). „Der weltweite Appetit auf Delikatessen wie Sushi, Haifischflossensuppe oder auch die in Deutschland so beliebte Schillerlocke treiben diese Meeresräuber an den Rand der Ausrottung“, warnt NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Gleichzeitig wies Tierparkchef Dr. Stephan Hering-Hagenbeck bei einem gemeinsamen Pressegespräch von NABU und Tierpark Hagenbeck in Hamburg darauf hin, welche enorm wichtige Rolle Haie im Ökosystem Meer spielen und knüpfte die Verbindung zum für 2010 ausgerufenen „Internationalen Jahr der Biodiversität“.
In sechs Wochen ist es wieder so weit: Mehr als 2.000 Delegierte aus 175 Ländern werden auf der 15. CITES-Konferenz für zwei Wochen zusammenkommen, um über das Schicksal vieler Tierarten zu entscheiden – darunter acht Haiarten und der atlantischen Blauflossen-Thunfisch. „ Nie zuvor gab es auf einer CITES-Konferenz so viele Schutzanträge für Haie oder die Forderung nach einem Handelsstopp für eine kommerziell so bedeutende Art wie den Roten Thun. Das kommt nicht zu früh, denn es ist wirklich allerhöchste Zeit, dass der internationale Handel für diese massiv bedrohten Fischarten endlich kontrolliert beziehungsweise beendet wird“, kommentiert die NABU-Artenschutz-Expertin Heike Finke.
Kompletter Originalartikel: Nabu.de
Kategorie: Artenschutz, Haie, Umwelt, Veranstaltung, Öffentlichkeit |
1 Kommentar »










Januar 31st, 2010 um 23:07
Hai@all,
ich stimme erst einmal zu, aber primaär ist es der hai, der das Meer als “Polizei” schützt. Wir töten jedes Jahr ca. 200.000000 Haifische und können diese Töten auf fast alle Fischarten der Meere übertragen. Und dabei ist es “egal”, ob es um Longlines, Beifang oder Schleppnetzfischerei geht.
Wir graben! jedes Jahr x mal die Nord- und Ostsee mit Grundschleppnetzen um und wundern uns, dass dort nur noch toter Sand vorhanden ist……
Ja, es gibt NOCH Haie, zwar leider nur noch wenige, aber es gibt sie noch. Jede Sekunde sterben 5-6 Haie, die Populationen verschwinden rasch und es gibt, solange dieser Raubbau am Meer weiterbetrieben wird, keine Aussichten, nachhaltig das Leben der Haie zu schützen bzw. unseren Lebensraum “MEER” zu sichern.
Die Zahl der Menschen, die weltweit durch Bienen- und Wespenstiche sterben, ist weithöher als die, die durch eine Haiattacke verletzt werden…. abgesehen von den Verkehrsunfällen auf unseren Straßen.
Trotzdem entwickelt niemand panische Angst vor Autos!
Durch Sensationsartikel – Haiangriff in …, Taucher von Hai angegriffen …., etc., werden die Menschen weiterhin verunsichert.
Wir müssen beginnen, eine weitgehende Aufklärung zu generieren, andernfalls wird die nächste Generation keine Haie mehr kennen lernen…
Und, solange Lebensmittelgeschäfte mit Slogan’s werben, wir lieben …. und mit dem Verkauf von Haifischprodukten den Konsumenten schädigen und dieser absurden Nachfrage nachgekommen wird, wird sich das Bild des Aussterbens nicht ändern.
Viele Grüße
Michael Stock
http://www.Sharkprotect.eu