Jeder Dritte Hochseehai vom Aussterben bedroht
Juni 26th, 2009
Rund ein Drittel der Haie und Rochen im offenen Ozean könnten in naher Zukunft verschwinden – wegen der ständigen Überfischung.

Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Weltnaturschutzunion (IUCN) mit Sitz in Gland VD. Als besonders gefährdet gelten der Grosse Hammerhai (Sphyrna mokkaran), der Bogenstirn-Hammerhai (Sphyrna lewini) und Meeresteufel (Mobula mobular), der zu den Rochen gehört. Das Risiko, ganz auszusterben, ist bei diesen Arten laut IUCN «extrem hoch».
Viele Haie gelangen beim Thun- und Schwertfischfang in die Netze. Früher seien diese Haie lediglich als Beifang angesehen worden, heisst es in der Studie. Derzeit werden aufgrund der starken Nachfrage in Asien die Haifischflossen abgeschnitten und der Rest des Körpers ins Wasser geworfen – das Todesurteil für die Fische.
Auch der Weisse Hai ist in Gefahr
Ein «hohes» Risiko auszusterben, haben laut IUCN der Weisse Hai (Carcharodon carcharias), der Glatte Hammerhai (Sphyrna zygaena), der Riesenhai (Cetorhinus maximus), der Weissspitzen-Hochseehai (Carcharhinus longimanus) und der Heringshai (Lamna nasus).
Haie seien besonders gefährdet, weil sie sehr viele Jahre bis zum vermehrungsfähigen Alter benötigen und relativ wenige Nachkommen haben. An der Studie beteiligten sich Experten von Universitäten, Behörden und Umweltorganisationen.
Die IUCN forderte anlässlich der Publikation die Regierungen der Welt auf, Fangquoten festzulegen, die auf den Erkenntnissen vo Wissenschaftlern basieren.
Quelle: Bazonline
Kategorie: Artenschutz, Finning, Umwelt, Öffentlichkeit |
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