Im Visier der Fahnder
Juni 25th, 2009
Sie tauchen wie aus dem Nichts auf, um dann blitzschnell zuzuschlagen. Vor allem, wenn sie in die Nähe von Urlaubsstränden geraten, sorgen Haiattacken immer wieder für Angst. Dabei ist sehr wenig über das Jagdverhalten der Tiere bekannt. US-Wissenschaftler bedienten sich jetzt der Methoden von Kriminologen, um Hai-Strategien zu erforschen.

Man kennt es aus Krimiserien: Zieht ein Serienkiller seine blutige Spur durchs Land, versammeln sich die Ermittler um eine große Landkarte, auf der die Tatorte eingezeichnet sind. Irgendwann geht dem brilliantesten Kollegen ein Licht auf – ein Muster führt auf die Spur des Mörders. Die Wirklichkeit sieht meist nüchterner aus. Aber tatsächlich sind geografische Profile ein wichtiges Hilfsmittel, um Verbrecher zu jagen.
Nun sind Haie keine Verbrecher, sondern majestätische und bedrohte Raubfische. Menschen werden höchst selten und dann aus Versehen Opfer der Tiere. Auch das ist nüchterner und beruhigender, als man es aus dem Kino kennt. Mancher Unfall mit Haien ließe sich vermeiden, wenn man mehr darüber wüsste, wie sie ihre Jagd organisieren und wann man mit ihnen rechnen muss.
Um darüber mehr herauszufinden, nutzten Zoologen aus dem US-Bundesstaat Florida jetzt die Erfahrungen von Kriminologen – eben jenes Geo-Profilings. Ziel ihrer Untersuchung war der bekannteste unter den “Killern” der Meere, der Weiße Hai. Sie gehen beispielsweise vor der Küste Südafrikas gehäuft auf Beutezug. Auf einer kleinen Insel mit dem bezeichnenden Namen “Seal Island” – Seelöwen-Insel – bezogen sie Station. Die Insel ist das Zuhause von gut 64 000 Südafrikanischen Seebären und daher beliebter Jagdgrund von Weißen Haien.
Quelle: Thüringer Allgemeine
Kategorie: Forschung, Haie, Umwelt |
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