Rückkehr der Riesenhaie

Juni 12th, 2009
1 star2 stars3 stars4 stars5 stars (Not rated)
Loading ... Loading ...

Die ersten Riesenhaie sind an die Küste von England gekommen. Die Tiere sind groß wie Kleinlaster und erscheinen in großer Zahl.

Die Tiere, die die Größe eines Busses erreichen können, ernähren sich von Plankton, Kleinstlebewesen im Wasser . Daher haben auch die großen Kiemenspalten, die fast den gesamten Kopf umspannen. Die Riesenhaie bewegen sich ganz langsam, dabei fließt das Wasser in ihr Maul, das dann durch die Kiemen gefiltert wird. Zwar besitzt der Riesenhai noch Zähne, diese sind allerdings sehr klein und spielen bei der Nahrungsaufnahme keine Rolle mehr.

Was die Größe betrifft, wird der Riesenhai nur vom Walhai übertroffen, dieser ist der größte bekannte Fisch der Welt. Und es gibt noch eine Gemeinsamkeit: Auch der Walhai ernährt sich von Plankton. Die dritte Haiart, die ihre Nahrung aus dem Wasser filtriert, ist der Riesenmaulhai. Dass gerade diese Fische so massig werden, hat damit zu tun, dass sie nicht jagen müssen, erläutert der Zoologe Ralf Thiel vom Zoologischen Museum der Universität Hamburg. „Das Plankton aufzunehmen, erfordert nicht viel Energie“, erklärt er. Ein Jäger könnte sich diese Körperfülle auch nicht erlauben, denn er muss wendig bleiben.


Die Riesen sind im Bestand gefährdet

Die Rückseite der Riesenhaie ist dunkel- bis hellgrau, die Bauchseite normalerweise heller. Über ihre Fortpflanzung ist nicht viel bekannt. Sie gebären ihre Jungen lebend, die Schwangerschaft dauert wahrscheinlich ein bis drei Jahre. Die Jungen werden mit einer Länge von 1,5 Metern geboren. Ihre Lebenserwartung könnte über 50 Jahre betragen. Wegen seiner Flossen, des Öls, das aus seiner Leber gewonnen werden kann, und seines Fleisches wurde der Riesenhai gejagt und gilt als gefährdet.

Dass die Tiere gerade im Frühsommer in britischen Gewässern auftauchen, hat seinen Grund: Zu dieser Zeit ist hier wegen der günstigen Nährstoffbedingungen viel Plankton vorhanden. Lange Zeit wurde der Riesenhai in der Öffentlichkeit nicht so stark wahrgenommen, denkt Heike Zidowitz, Sprecherin der „Shark-Allianz“. Nachdem viele Organisationen auf das gefährdete Tier aufmerksam gemacht haben, seien die Engländer allerdings schon stolz auf die Meeresriesen.

Kategorie: Forschung, Haie, Umwelt, Unterwasserfotographie, Video | Keine Kommentare »

Einen Kommentar abgeben

Bitte beachte: Die Kommentarfunktion wirdn überwacht.