Dornhai: Ko durch Schillerlocke

Mai 15th, 2009
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Vom Dornhai ist eher selten die Rede, wenn die Überfischung der Weltmeere diskutiert wird. Dabei ist der Bestand dieser Art im Nordostatlantik in den letzten zehn Jahren um 95 Prozent eingebrochen. Das Fleisch dieser Haie wird zu den in Deutschland beliebten Schillerlocken und zu dem in Großbritannien begehrten Fisch im Nationalgericht „Fish and Chips“ verarbeitet. Vielen anderen Arten geht es ähnlich. Jedes Jahr holt die Menschheit ungefähr 130 Millionen Tonnen Fisch und Meeresfrüchte im Wert von 130 Milliarden Euro aus den Ozeanen. Ein Viertel der Bestände aber ist bereits überfischt oder schon zusammen gebrochen, bei der Hälfte ist man an der Grenze der Kapazität, nur ein Viertel der Fischerei arbeitet also im grünen Bereich.

Besonders dramatisch ist die Situation der Haie, von denen rund 500 Arten in den Weltmeeren schwimmen. In den Schlagzeilen aber tauchen die schnellen Raubfische nur auf, wenn ein Mensch bei einer Begegnung mit einem Hai sein Leben verliert. Jährlich sterben zehn Menschen nach Haibissen. In der gleichen Zeit verenden siebzig bis hundert Millionen Haie durch Menschenhand, schätzt die Welternährungsorganisation FAO.

Weil Haiflossen in Sushi-Restaurants beliebt sind, Schillerlocken und „Fish and Chips“ häufig auf europäischen Tellern landen und so mancher große Hai auch Opfer von „Sport“-Fischern gejagt wird, ist der Bestand vieler Arten inzwischen gefährdet.

Quelle: www.ksta.de

Kategorie: Finning, Haie, Umwelt, Öffentlichkeit | Keine Kommentare »

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